Eine Überschreitung der Ablaufgrenzwerte einer Kleinkläranlagen (KKA) ist oft auf eine unsachgerechte Anlagenführung zurückzuführen. Am IAB Weimar wurde eine Methode zur Überwachung der Ablaufwerte von Kleinkläranlagen entwickelt, welche zuverlässig, kostengünstig und gebrauchstauglich ist.

Bild Überwachung der Ablaufwerte von Kleinkläranlagen: Prinzipieller Aufbau einer Kleinkläranlage

Überwachung der Ablaufwerte von Kleinkläranlagen: Prinzipieller Aufbau einer Kleinkläranlage

Überwachung der Ablaufwerte von Kleinkläranlagen

Für die sachgerechte Betriebsführung von KKA sind mannigfaltige Kenntnisse erforderlich. Zur Unterstützung des Betreibers einer Anlage ist die Durchführung von Sicherungsmaßnahmen notwendig. Eine Sicherungsmaßnahme ist die Online-Überwachung der Ablaufqualität, wie sie bei zentralen Kläranlagen eingesetzt wird. Diese ist jedoch mit einem erheblichen finanziellen und personellen Aufwand verbunden.

Projektziel

Basierend auf der respirometrischen Messmethode soll ein automatisiertes System entwickelt werden, welches den BSB5 des gereinigten Abwassers selbstständig, automatisch und kontinuierlich analysiert.

Bild Überwachung der Ablaufwerte von Kleinkläranlagen: Konstruktionsschema der Messapparatur

Überwachung der Ablaufwerte von Kleinkläranlagen: Konstruktionsschema der Messapparatur

Das bedeutet, dass eine Überschreitung der Ablaufwerte der KKA sofort und nicht erst nach Abschluss der Laboranalyse erkannt wird. Da diese Laboranalyse der Ablaufwerte von KKA gesetzlich nur ein bis zweimal im Jahr gefordert ist, kann eine dauerhafte Überschreitung der Grenzwerte im schlimmsten Fall erst nach mehreren Monaten registriert werden.

Bild Überwachung der Ablaufwerte von Kleinkläranlagen: Langzeitanalyse der Ablaufwerte einer KKA

Überwachung der Ablaufwerte von Kleinkläranlagen: Langzeitanalyse der Ablaufwerte einer KKA

Bei der zu entwickelnden Onlineüberwachung wird aus dem Ablauf der KKA eine Abwasserprobe direkt analysiert. Entspricht das Wasser im Kleinkläranlagenablauf nicht den gesetzlich geforderten Qualitätsansprüchen, wird dies erkannt und die Gefahr, dass Gewässer durch schlecht oder gar nicht gereinigtes Abwasser belastet werden, kann so minimiert werden. Die Analysewerte werden je nach Bedarf an Anlagenbetreiber, Wartungsunternehmen und/oder Behörde per Datenfernübertragung weitergeleitet. Mit Hilfe dieser Überwachungsstrategie wird mittelfristig das Maß der Gewässerbelastung aus Kleinkläranlagen spürbar gesenkt.


Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Gabriele Krüger
+49 (0) 3643 8684-834
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M. Eng. Steve Trautmann
+49 (0) 3643 8684-171
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Projektpartner

► Lucas Instruments GmbH