Stoffkreisläufe im Mauerwerksbau – Untersuchungen hinsichtlich der Trennbarkeit von Verbundkonstruktionen im Mauerwerksbau zur Rückführung sortenreiner, mineralischer Recyclingbaustoffe.

Bilder Verbundkonstruktion im Mauerwerksbau

Stoffkreisläufe im Mauerwerksbau – Untersuchungen hinsichtlich der Trennbarkeit von Verbundkonstruktionen im Mauerwerksbau zur Rückführung sortenreiner, mineralischer Recyclingbaustoffe

Verbundkonstruktionen im Mauerwerksbau

Am IAB Weimar wurde das Projekt „Aufschlussverfahren für Verbundkonstruktionen im Mauerwerksbau”, welches zwischen der IAB Weimar gGmbH und der Bauhaus-Universität Weimar, F.A. Finger-Institut für Baustoffkunde, bearbeitet wurde, erfolgreich abgeschlossen. Dieses Projekt wurde im Rahmen des Forschungsvorhabens „Stoffkreislauf im Mauerwerksbau“ (SiM) durchgeführt. Antragsteller für dieses Teilprojekt war die AiF-Forschungsvereinigung Leichtbeton e.V.

Eine Möglichkeit Recyclingbaustoffe zu verwerten besteht darin, sie als Rohstoff in die erneute Produktion zurückzuführen. Für die Einführung eines solchen Stoffkreislaufes müssen Recyclingbaustoffe möglichst sortenrein vorliegen. Es war die Frage zu klären, ob die gegenwärtig in der Baustoffrecyclingindustrie dominierenden Aufbereitungsverfahren in der Lage sind, Verbundkonstruktionen im Mauerwerksbau in seine Bestandteile zu zerlegen.

Im Projektvorhaben „Aufschlussverfahren“ wurde das Aufschlussverhalten von 12 Wandkonstruktionen durch die Zerkleinerung mit einem Backenbrecher, einem Prallbrecher sowie einem Flachkegelbrecher untersucht. Die Untersuchungen zeigten, dass die Aufschlussqualität nahezu unabhängig der untersuchten Zerkleinerungsverfahren ist, und eine vollständige Auftrennung aller Verbundbaustoffe nicht gewährleistet werden kann.

Es wurden weitere Verfahren untersucht, mit welchem der Nachweis geführt werde konnte, dass beispielsweise Gipsputzpartikel durch eine selektive Zerkleinerung in den Feinpartikelbereich abgetrennt werden können. Allerdings ist die höhere Sortenreinheit der groben Partikel immer mit einem höheren Anteil an feinen, in der Regel nicht verwertbaren Fraktionen verbunden.

Bei Bedarf kann der Abschlussbericht angefordert werden.


Ansprechpartnerin

Dipl.-Ing. K. Schalling
+49 (0) 3643 8684-148
+49 (0) 3643 8684-113
k.schallingiab-weimar.de

Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V: (AiF)

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Förderung

Das IGF-Vorhaben 16617 BG der Forschungsvereinigung Leichtbeton e. V. wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.