Bild Infrarotspektrometer Tensor II

Infrarotspektrometer Tensor II zur Untersuchung und Identifizierung organischer wie auch anorganischer Verbindungen (© Bruker Optik GmbH)

Infrarotspektrometer Tensor II

Zur Untersuchung und Identifizierung organischer wie auch anorganischer Verbindungen

Mit dem FT-Infrarotspektrometer Tensor II der Fa. Bruker kann die Zusammensetzung von Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen analysiert werden. In Verbindung mit einer Thermoanalyse (STA bzw. DSC-TG) sind am IAB auch Untersuchungen von Gasen möglich. Hauptsächlich findet das Infrarotspektrometer Anwendung in der Identifizierung von unbekannten Materialien, in der Unterscheidung zwischen ähnlichen Materialien, in der Überwachung von Produktionsstoffen wie auch in erweiterten Forschungsanwendungen. In vielen Fällen ist der Informationsgehalt sehr dicht und erlaubt daher sehr spezifische Aussagen hinsichtlich der Materialzusammensetzung.

Anwendungsbreite für Analysen mittels FTIR-Spektroskopie im Kontext Baustoffe

  • Qualitätsüberprüfung von Eingangs-/Ausgangsmaterialien
  • Analyse von Zusatzstoffen und Additiven für organische und anorganische Bindemittelsysteme
  • Verunreinigungen und Kontaminationen von Bindemittelsystemen, Additiven und Zusatzstoffen
  • Polymeranalysen (z.B. Harze, Lacke, Gummi etc.)
  • Zersetzungsanalysen organischer und anorganischer Stoffe durch Thermogravimetrische Infrarot(TGA-IR)- Analyse
  • Schadensanalysen von Baustoffen, Beschichtungen, Dichtungen und Bauteilen
  • Gewebeanalysen
  • Fehleranalysen
  • Überwachung/Nachweis von Alterungsprozessen

Mit dem Infrarotspektrometer Tensor II können darüber hinaus auch Kunstoffe und Polymere untersucht werden.

Bild Forschungsarbeit am IAB Weimar mit dem Infrarotspektrometer TENSOR II

Forschungsarbeit mit dem Infrarotspektrometer TENSOR II im Labor des IAB Weimar

Probenart, Probenmenge und Probenaufbereitung

  • Feststoffe und Flüssigkeiten
  • 0,5 – 1 g sind ausreichend (repräsentativ)
  • Direkte Messung möglich
  • Gegebenenfalls müssen Feststoffe gemahlen oder anderweitig homogenisiert bzw. extrahiert werden

Verfahrensbeschreibung

  • Anregung von Kernschwingungen durch Strahlungsabsorption von IR-Licht (800 nm bis 1 mm)
  • Voraussetzung: ein sich zeitlich änderndes Dipolmoment (polare Bindungen sind IR-intensiv) im zu untersuchenden Stoff(gemisch)
  • Lage und Intensität der Absorptionsbanden gibt Auskunft über die Anwesenheit bestimmter Strukturelemente und funktioneller Gruppen
  • Routinemessungen im MIR- (Mittleres Infrarot 4000 cm-1 – 350 cm-1) und NIR-Bereich (Nahes Infrarot 8000 cm-1- 4000 cm-1) mit der ATR-IR-Technik (ATR Attenuated Total Reflexion = Abgeschwächte Totalreflexion)
  • Gemessen wird dabei die Probenoberfläche mit einer Eindringtiefe im Mikrometerbereich

Messungen mit der Transmissiontechnik sind zusätzlich möglich. Hier wird die gesamte Probe erfasst (durchstrahlt).

Informationsgewinn

  • Qualitative Spektrenauswertung
  • Identifizierung einer unbekannten Substanz (Stoffklasse, keine Summenformel)
  • Überprüfung der Identität einer bekannten Substanz

Hersteller

Bruker Optik GmbH
Permoserstr. 15
04318 Leipzig/Germany

 +49 (0) 341 24109-20
 +49 (0) 341 24109-70

www.bruker.com/optics
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Beschaffung im Rahmen eines Investitionsantrages im Jahr 2016