Vor kurzem wurde das Umweltwärme-Innovationsnetzwerk zur effizienten und ganzheitlichen Nutzung von Umweltwärme für Mitteldeutschland, kurz URMIT, gestartet. Kordiniert vom Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN), soll es Forschungs- und Entwicklungsprojekte anstoßen, die zum Sektorziel der CO2-Minderung im Wärmebereich beitragen.

Umweltwärme-Innovationsnetzwerk in Mitteldeutschland (URMIT) gestartet

Bild Logos der Partner im Umweltwärme-Innovationsnetzwerk (URMIT)

ZIM-Förderung für Innovationsnetzwerk

„URMIT“ ist ein über das Programm „ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Höhe von rund 65.000 € für ein Jahr gefördertes Innovationsnetzwerk, mit dem die Innovationskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen nachhaltig gestärkt werden soll.

Netzwerkpartner und -etablierung

Das Konsortium aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen fokussiert sich auf folgende Forschungsleitlinien: die Weiterentwicklung gesamt-systemischer Ansätze mit den dafür relevantesten Komponenten, Sektorenkopplung, Nutzung von Geo-, Fluss- und Seethermie sowie Wärmespeicher unter besonderem Fokus auf die gesteigerte Nachfrage durch Verbraucher für CO2-freie Produkte im Bereich der Versorgungskonzepte. Übergreifend werden die Themen Akzeptanz und Partizipationsmodelle betrachtet, um neben der Nachhaltigkeit auch das Kundenspektrum zu erweitern und somit das Netzwerk dauerhaft zu etablieren.

IAB will Umweltwärme gemeinsam voranbringen

Bild Dr. jens Zimmermann (IAB Weimar)

Dr. Jens Zimmermann, Geologe am IAB Weimar

„Um die Wärmestrategie des Bundes umzusetzen, ist es wichtig, dass wir das Thema Umweltwärme gemeinsam mit Wissenschaft und Wirtschaft aus der Region voranbringen“, so Dr. Jens Zimmermann vom Fachbereich Energie des Partners IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gemeinnützige GmbH. „Mit der multidisziplinären und innovativen Ausrichtung der Netzwerkpartner können wir innerhalb des ZIM-Netzwerks Synergien schaffen, damit die Transformation zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung schneller, effizienter und wirtschaftlicher gelingt und dabei Unternehmen neue Produkte und Geschäftsfelder entwickeln“, so der Geologe weiter.

JENA-GEOS setzt auf zukunftsfähige Wertschöpfung

Neben dem IAB Weimar ist auch die JENA-GEOS®-Ingenieurbüro GmbH wichtiger Initiator des Netzwerkes in Mitteldeutschland. „Wir freuen uns, in diesem neuen Projekt vor allem unsere Expertise aus Geothermie, Seethermie und Aquiferspeicherung in eine zukunftsfähige Wertschöpfung einzubringen, die grüne Wärme von der Quelle bis zum Verbraucher im Zusammenhang denkt,“ so Geschäftsführer Dr. Kersten Roselt aus Jena.

Bis Dezember 2022 können die Netzwerkpartner in einer ersten Projektphase Forschungs- und Entwicklungsprojekte erarbeiten und beantragen. Im Anschluss sollen diese zur Erschließung und Nutzung von Umweltwärme in einer zweiten Phase umgesetzt werden.

Quelle: ThEEN e.V.

24.01.2022