Nach nahezu 47 Jahren erfolgreicher Tätigkeit im Dienste der Betonbaubranche wurde Dietmar Wesser Ende Januar 2020 von Institutsdirektor Dr. Ulrich Palzer, Mitarbeitern und Kollegen in den wohlverdienten Unruhestand verabschiedet.

Bild IAB-Institutsdirektor Dr. Ulrich Palzer mit wiis. Mitarbeiter Dietmar Wesser

Dietmar Wesser (r.) wird von IAB-Institutsdirektor Dr. Ulrich Palzer feierlich in den wohlverdienten Unruhestand verabschiedet

Vom Baustoffverfahrenstechniker zum kreativen Kopf

Vom Studenten zum Gesellschafter

Wie bei vielen Mitstreitern und Wegbegleitern begann auch Dietmar Wessers Karriere mit einem Studium der Baustoffverfahrenstechnik an der prestigeträchtigen Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (heute Bauhaus-Universität). Sein Berufsweg führte ihn in verschiedene Unternehmen und Institute der Bau- und Baustoffindustrie in Thüringen, wo er sich Dank leitender Funktionen frühzeitig mit den Herausforderungen der Branche vertraut machen konnte. Fast 20 Jahre war er als geschäftsführender Gesellschafter der Wesser Beton Firmengruppe in Pölzig tätig. Durch seine Tätigkeit bei der TRS Ltd. London profitierte von 2008 bis 2010 auch die britische Betonindustrie von seinem profunden Wissen.

Engagement für Forschung und Entwicklung

Andere planen bereits mit 60 Jahren ihren Ruhestand. Nicht so Dietmar Wesser, für den sich 2010 ein Kreis schloss, als er das Angebot der IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH annahm und zu seinen Wurzeln zurückkehrte. Neben der persönlichen Mitgliedschaft im Förderverein des Institutes stand er fachlich mit Rat und Tat zur Seite und prägte den Erfolg des renommierten IAB-Forschungsschwerpunktes Beton und Mörtel maßgeblich mit. Sein hohes Maß an langjährigem Fachwissen war bei Kunden und Branchenexperten sehr gefragt.

“Fels in der Brandung”

Ein offenes Ohr gepaart mit hoher Experimentierfreude zeichnet den „Fels in der Brandung“ ebenso aus wie seine Zuverlässigkeit. Bis zu seinem Ausscheiden fungierte er in einem umtriebigen Team junger Wissenschaftler als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Von Kunden und Kollegen wurde Dietmar Wesser gleichermaßen als kompetenter, zuverlässiger und vor allem erfahrener Ansprechpartner geschätzt. Mit Herzblut und großem persönlichen Engagement widmete er sich vielfältigen Forschungsausgaben, bei denen der Praxisbezug immer eine entscheidende Rolle spielte.

Bild Dietmar Wesser mit René Tartarin am IAB Weimar

René Tatarin (h.r.) überreicht Dietmar Wesser eine „Schatzkiste“ für den nächsten Segeltörn

„Die Zeit, sich vom Berufsleben zu verabschieden, ist auch eine Zeit, um sich auf Neues zu freuen.“, so Institutsdirektor Ulrich Palzer, der Dietmar Wesser am 29.01.2020 in kleiner Runde in den Ruhestand verabschiedete und für die sehr gute Zusammenarbeit und seinen langjährigen Einsatz, seine Kreativität und Loyalität dankte.

Faible für Beton

Bereits seit frühester Kindheit ist Dietmar Wesser dem Baustoff Beton eng verbunden. Obwohl Beton als graues, hartes Material bekannt ist, dessen Gebrauchstauglichkeit im Vordergrund steht, empfindet Dietmar Wesser Erfüllung darin, Beton künstlerisch einzusetzen und seine weiche Seite heraus zu kitzeln. Am Ende der Arbeit stehen Oberflächen, die man gern berührt, weil sie so glatt und samtig sind.

Neue Wege im Betonbau

Nach einem langen und erfüllten Berufsleben beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Dietmar Wesser wird diesen nicht ohne seinen geliebten Baustoff verbringen. Bei BB Beton und Bauwaren Produktions- und Beteiligungsgesellschaft mbH in Zeulenroda, dem Spezialisten für individuelle Betonfertigteile, hat er heimatnah die Leitung F&E übernommen. „Für diese Zeit wünschen wir alles erdenklich Gute und vor allem Gesundheit“, so René Tatarin, der ihn in seiner Zeit am IAB erleben und begleiten durfte.

Dietmar Wesser wird beim Gedanken an den Ruhestand unruhig. Und so bleibt er auch dem IAB Weimar erhalten – einerseits als Mitglied im Förderverein und im Wissenschaftlichen Beirat und andererseits als Rechnungsprüfer und Wahlleiter, wenn ein neuer Vorstand seine Arbeit aufnimmt.

26.05.2020

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