Ist eine Verschleiss-Zustandsbewertung bei Werkzeugen mittels spektraler Analysen möglich? Dazu sind ein kontinuierlicher Prozess (Drehbank) und ein diskontinuierlicher Prozess (Bohrhammer) betrachtet worden. Ausgehend vom Stand der Technik wurden die Prozesse körperschallbasiert bis in den Ultraschallbereich untersucht, charakterisiert und trennungswirksame Merkmale ermittelt. Durch die Versuchsumsetzung konnte eine systematische Untersuchung des Einflusses verbundener Störsignale gewährleistet werden.

Bild Versuchsstand Verschleissdetektion

Verschleissdetektion: Versuchsstand

Zusammenfassung

Im Zuge des Projektes wurde eine prozessspezifische Herangehensweise für die Bewertung des Verschleisszustandes von Werkzeugen entwickelt. Dabei wurden bisherige Verfahren mit der pegelbezogenen Bewertung von Zeitsignalen und Spektren sowie der auditiven Parametrierung durch den Bediener in der Praxis hinterfragt. Bei kontinuierlichen Prozessen haben sich Kennwerte von Spektralbereichen und bei diskontinuierlichen Prozessen verlaufsbezogene Kennwerte aus Frequenzbändern der Zeit-Frequenzspektren als zielführende Bewertungsgrößen herausgestellt. Grundsätzlich muss hierbei immer der Prozessverlauf zur Festlegung des Verfahrens bewertet werden. Die Herangehensweise ist grundsätzlich auch für die Beurteilung anderer kontinuierlicher und diskontinuierlicher Prozesse geeignet.

Bild Standbohrer

Überwachung des Verschleisszustandes von Werkzeugen: Standbohrer

Einsatzgebiete

Einsatzgebiete in der Praxis sind bei teuren, schlecht zugänglichen, schnell oder ungleichmäßig verschleissenden Werkzeugen zu sehen. Dies betrifft auch die Verarbeitung von kostenintensiven Werkstoffen mit hohen Qualitätsanforderungen und die Verwendung für Condition-Monitoring-Systeme.


Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Markus Walter
+49 (0) 3643 8684-122
+49 (0) 3643 8684-113
m.walter@iab-weimar.de